Montag, 21. Juli 2014

Wir sind wieder drin...

...im Hafen von Kerteminde. Samsö haben wir verlassen, ohne Ankerausflug nach Langör, da ist es einfach zu voll, und wir hatten unbeständige Winde. Nachdem wir im Vorjahr dort vor  Anker mitten in der Nacht abgetrieben waren, sind wir (über-)vorsichtig geworden.

Wir passieren den Leuchtturm...

Vesborg Fyr...

!

..an der Südwestspitze von Samsö.

Bei gutem NO-Wind starten wir, kommen trotz Gegenstrom von 1,5 bis 2 Kn gut voran, und dann, ja, dann war nach Passieren des Windparks südlich v. Samsö plötzlich Schluss mit dem schönen Wind - Flaute!- Kann ja passieren, also Motor an und weiter. Der Wind kam nach einer Dreiviertelstunde zurück, allerdings aus SO, also gegenan, und brieste auf bis fast 6 Bft. Das war mit der großen Genua nicht mehr schön zu segeln, also Genua eingerollt und weiter mit Großsegel plus Maschine, etwas nervig, erst in der Kerteminde-Bucht konnten wir den Diesel wieder abstellen. In Kerteminde angekommen, gab es erst einmal wieder Arbeit:

Schiff aufklaren...

...erwartungsvoller Blick in den Maschinenraum......,

...Signal wird verstanden, Bier kommt....

...ein guter Zug von mir....

...und die Welt ist wieder in Ordnung!!-

Ja, in Kerteminde machen wir wieder einmal einen Versorgungstag, relaxen, baden, ein ausgiebiger Stadtbummel mit Softeis und anschließender Kaffee- und Kuchenparty an Bord. Langweilig?- Von wegen! Aber auch das echte Faulenzen will gelernt sein. Insofern machen wir "Bildungsurlaub"!

Freitag, 18. Juli 2014

Ein Hoch auf diesen Sommer...

..., so kann es weitergehen!! Wir sind jetzt den 3. Tag in Marup, baden 2-3 mal am Tag, herrliches Wetter, allerdings - wie das bei einer solchen Wetterlage ist - haben wir wenig Wind. Beim Wandern über die Hügel und beim Steine-Sammeln am Ufer kommt man ganz schön ins Schwitzen. Aber dann geht man wieder an Bord, löffelt dänische Erdbeeren mit Milch, anschließend ein Mittagsschläfchen (machen wir sonst nie!), dann wieder Baden, Relaxen, die Seele baumeln lassen.

Anke bei der Woll-Ernte


Blick von Samsö ´rüber nach Tunö


Marup Havn

 Heute nachmittag hat der Wind ein wenig aufgefrischt, morgen sollen wir Ost 3-4 bekommen, die Zeichen stehen also auf Aufbruch. Wir wollen in der Bucht von Langör ankern, ein herrliches Plätzchen, dazu müssen wir erst einmal um die Nordspitze segeln. Es kann sein, dass wir uns im Blog einige Tage nicht melden werden, die Hotspots in Ankerbuchten sind sehr selten. Aber wenn wir wieder ein Netz finden, werden wir Euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Euch allen danke für die netten Kommentare, bleibt dran, wir melden uns bald wieder!
Herzliche Grüße von Bord von "Adonis" 

Anke & Christoph

Wieder einmal "steinreich", man sieht es 


Donnerstag, 17. Juli 2014

Pakete in Tunö....



 ...sind allemal stressig. So voll haben wir Tunö noch nicht erlebt. Dabei hatten wir gehofft, noch vor dem Heranrollen der norddeutschen Urlauberwelle einen einigermaßen aufgeräumten Hafen vorzufinden. War wohl nix:

Tunö ist hackevoll !!


  


In dieser Enge, noch dazu bei viel Wind, anzulegen, ist schon schwierig genug. Nach einem etwas misslungenen Versuch haben wir uns dann als 4. Schiff in ein einigermaßen stabiles Paket gerettet und trauten uns sogar, das Schiff zu verlassen, um einmal um den Hafen herum zu laufen.


Okay, wir hatten eine einigermaßen ruhige Nacht. Um 5.30 morgens begann dann eine Reihe von Schiffen auszulaufen, u.a. eine HR 40 direkt neben uns. Wir blieben ruhig, legten uns noch einmal in die Koje, standen - für unsere Verhältnisse sehr früh - auf, und beschlossen, die 3 sm rüber nach Marup/Samsö für ein entspanntes Frühstück anzutreten. Gut so! An unserem Lieblingsplatz machten wir fest, die Welt war wieder in Ordnung. Relaxen, Baden, Erdbeeren Futtern, ein schöner, fauler Sommertag in angenehmster Umgebung nahm seinen Lauf.









Abends ein gemeinsames Grillen mit Leuten aus unserem Segelverein direkt am Strand von Marup war dann die Krönung.Was haben wir nur für ein schönes Leben!!




Ja, so sind die Dänen


Montag, 14. Juli 2014

Schlemmer kommt´s nemmer...


 ...oder: Wir segeln nach Speisekarte (statt nach Seekarte). Fredericia haben wir bei diesigem Wetter mit Schauerböen und teilweise schlechter Sicht verlassen, wir wollten mal wieder einen anderen Hafen anlaufen. Aber es war schon ein kleiner Angang, in Ölzeug abzulegen, ohne dass wir uns eigentlich getrieben fühlten. Draussen auf See war es dann doch ganz easy, nur kurz vor Juelsminde (am Ausgang des Veijefjord) zog eine Schauerböe über uns weg, man konnte kaum die Küste sehen, an der wir noch eben entlang gefahren waren. Unser kleines Netbook mit dem Navigationsprogramm half uns dabei, den Weg über das Flach bei der Ansteuerung von Juelsminde zu finden.
Hier fahren wir schon in den letzten Jahren immer wieder gerne her: Der Fischladen auf der Hafenmole ist allemal einen Besuch wert, aber seht doch einfach selbst, oder noch besser: Fahrt doch einmal selbst nach Juelsminde! 


Alles Fisch!!!


Anretning a la Anke


Schmerzhafte Früchte?- Au-Tomaten !!

Teuerster Fisch? - E- Hering !!

 

Sonntag, 13. Juli 2014

Rolling Stones


Manchmal liegt man im Hafen am Kulturzentrum ja ganz gut, nur 100 m zu Fuß, und man ist mitten in der Einkaufstraße, ideal, um einzukaufen oder auch nur zu kucken. Aber diesmal war einfach zuviel "Kultur": Bei unserer Ankunft baute eine Latin-Band gerade ihr Equipment auf, Soundcheck für Schwerhörige, und dazu noch schlechte Musik. Parallel dazu brachte ein KüMo eine Ladung Steine, ein Bagger entlud alles auf die Mole, und ein Schaufellader verteilte die rollenden Steine auf diverse Haufen, bis 23.00 ging der Krach, dann war Ruhe. Bis morgens um 7.30, da gings dann weiter. Nee, das war nicht so nach unserem Geschmack. Also Hafenwechsel, an Segeln war nicht zu denken.

Der "Gamle Havn" in Fredericia


 Anke entdeckte in einer Straßenkarte (sic!) den "Gamle Havn" von Fredericia, der in keiner Seekarte und keinem Handbuch aufgeführt war. Wir liefen ein, und trauten unseren Augen nicht: Wunderschöner kleiner Hafen, relativ leer, mit einem Bistro schwimmend auf einem Ponton im Hafenbecken. Eine kleine Band spielte erstklassigen Blues in angenehmer Lautstärke, wir machten "Adonis" daneben fest und hatten gute Unterhaltung. Die Band wechselte ständig die Besetzung, alles fühlte sich sehr spontan an, wie eine Jamsession, gute Musiker, einfach Partystimmung. Um 18.00 war dann erst einmal Schluss, doch abends sammelten sich wieder Musiker und spielten spontan zunächst unplugged, später mit dezenter Verstärkung Weltmusik vom Feinsten! Ein einmalig schöner Abend!





Heute, am Sonntag, regnet es immer wieder, und der Wetterbericht sagt nichts Gutes voraus, angeblich soll noch Starkwind, Winddrehung von NO über NW nach S, Starkregen und Gewitter kommen, also nichts für uns, wir warten heute erst einmal ab. Aber bis jetzt (13.30) ist nichts von dem eingetroffen. Wir erobern Fredericia und machen uns einen schönen Tag. 

Freitag, 11. Juli 2014

Wenn der große Belt zu doll bellt....


...segeln wir eben durch den kleinen Belt, der bellt nicht so sehr. Aber deshalb sind wir noch lange nicht auf den Hund gekommen: Weitere zwei schöne Segelschläge haben wir hinter uns. Von Lyö ging es am 10.7. bei zunächst ziemlich schwachem Wind gen Norden, doch nach ca. einer Stunde brieste es auf bis 5 Bft. aus NO, wir erreichten nach 3 Std. den Hafen von Assens/Fünen. Der Stadthafen dort ist nichts besonderes, aber wir mussten dringend einkaufen, und da sieht es manchmal in den kleinen Pütscherhäfen nicht so gut aus.

Adonis hat wieder genug Proviant, heute segelten  wir bei etwas böigem N - NO schön schnell nach Middelfart, wir liegen im Hafen am Kulturzentrum (bei lauter Musik, irgendwie lateinamerikanisch, aber ziemlich schlecht) dicht bei der Stadt, denn der von uns favorisierte Kongebro-Hafen war leider schon mittags um 14.00 brechend voll. Ganz nebenbei bemerkt: Das Wetter ist erstklassig, warm, sonnig, Karibik-Feeling!


Einfahrt in den Middelfart-Sund mit der Eisenbahnbrücke vom Festland nach Fünen

 Für Übermorgen hoffen wir auf ein Ende des NO- Windes, er soll auf westliche Richtungen gehen, so können wir weiter ins Kattegat segeln. Den langen Weg rund Seeland haben wir einstweilen gecancelt, also geht es erst einmal gen Juelsminde, Endelave und Samsö, dann entscheiden wir neu. Drei Wochen haben wir noch, da kann man noch viele Pläne über den Haufen werfen! Machen wir!  Versprochen !!-

 

Die Eisenbahnbrücke und dahinter die Autobahnbrücke

Mittwoch, 9. Juli 2014

Der Wind ist der Boss...

... oder der Weg ist das Ziel! Einen Hafentag in Troense haben wir uns gegönnt, aber der Wetterbericht fing an, uns zu nerven: Auch für die nächsten Tage heißt es: NO bis O 6 Bft, Böen 7 bis 8, Gewitter...! Weiter warten?- Nein danke. Also wechseln wir die Richtung. Statt durch den großen Belt nach Norden gegenan zu brettern, drehen wir ab in den kleinen Belt, erst einmal nach Lyö (gegenüber von Faaborg/ Fünen), hier ein paar Bilder von einer Rauschefahrt nur unter Focksegel:

Sieht ganz harmlos aus, aber hallo....


...wir laufen bis zu 8 Kn ....




.... nur mit dem kleinen Vorsegel!




Doch, doch, das macht wirklich Spaß!

 

Naja, Ihr wolltet ja Segelbilder, und wir wollten ja segeln, und darum fahren wir jetzt dahin, wo der Wind uns hinjagt, am frühen Nachmittag erreichen wir Lyö und freuen uns über den schönen Hafen, eine wunderschöne Insel und entgegen allen Wettervorherlügen absolut bestes Sommerwetter! 


Von Bord grüßen wir Euch....



....herzlich!   Anke &  Christoph


Nachtrag: Am späteren Abend legte sich dieser schöne Dreimaster vor dem Hafen vor Anker.




Montag, 7. Juli 2014

Kommenta-Tooor !!

Hallo liebe Mitsegler, danke für die lieben und originellen Torschüsse, die wir von Euch in unserem Blog vorfanden, da mussten wir erst einmal ein "Lesestündchen" einlegen!-
Jawoll, wir haben es geschafft, nach den heftigen Gewittern am Sa. sind wir Sonntag morgen trotz Gewitter- und Böenwarnungen losgesegelt, und siehe da: Nur gutes Wetter, nix mit Sturm, Hagel und sonstigen Unerfreulichkeiten. Anke hat fast den ganzen Törn von Schleimünde nach Söby (Aerö) allein gesegelt, teilweise mit mehr als 7,5 Kn Rauschefahrt.




 Ach ja, der Leuchtturm von Schleimünde ist übrigens von dem Verpackungskünstler Christo verhüllt worden. Die spinnen, die Künstler!- Was soll ein Leuchtturm mit  ´ner Burka, hä ??-


In Söby hat es nachts etwas geregnet, nach einem köstlichen Frühstück mit dänischen Aufschnittleckereien (Krabbensalat m. Spargel, Leverpostej) hat sich der Regen aber schnell verpieselt (sonst kann er ja nichts, gell?), wir haben wieder Segel gesetzt und sind in den Svendborgsund gefahren, liegen jetzt in Troense, einem unserer Lieblingsplätzchen in der dän. Südsee. Die Bilder zeigen

Friesenkuchen (den von Irmela) ...aber bitte mit Sahne!








Helge legt in Troense an




Der nette Hafenmeister will unser Geld!


"Adonis" wird zur Nähstube



Kann sein, dass uns morgen der Wind am Weitersegeln hindert, es wird Starkwind aus N bis NO gewahrsagt (Horrorskop), also genau aus der Richtung, wo wir hin wollen. Macht nix, damit kommen wir faulen Säcke wunderbar klar: Wenn´s nicht geht, weil es weht, wird im Hafen ´halt ausgeschlafen (Alte Seemannsweisheit, wird gerne mit Löffeln gegessen) Tschüschüß, bis zum nächsten Hafen!







Samstag, 5. Juli 2014

Entgrüßungskommandos....

...entlassen uns in den Urlaub: Am Freitag, 4.7. treffen wir uns mit Silvia und Sabine im Arnisser Fährhaus zum leckeren Fischessen,


anschließend genießen wir den herrlichen Sommerabend an Bord.


Und immer noch geht es nicht los! Am nächsten Morgen kommt netter Besuch von Anke und Jost zum Abschiedsfrühstück, Irmela war ebenfalls mitgekommen, wir mussten in den Salon ausweichen, weil immer wieder gewittrige Schauer durchzogen. War trotzdem irre gemütlich!


Irmela hat uns wieder einen wunderbaren Friesenkuchen gebacken, eine schöne Tradition, uns den Sommertörn buchstäblich zu versüßen. der muss natürlich gleich angeschnitten....


... und sofort probiert werden. Bemerkenswert: Er hat keinen Schliff und schmeckt trotzdem!


Doch Jost hat noch etwas anderes entdeckt: Eine gedeckte Apfeltorte (auch von Irmela)! Aber bitte mit Sahne!


Wir beschließen, dass wir nun wirklich genug gegessen haben, erst mittags gehen die Gäste von Bord, und wir tüteln noch ein wenig in Arnis `rum. Aber morgen geht es los, jawoll !!-