Manchmal liegt man im Hafen am Kulturzentrum ja ganz gut, nur 100 m zu Fuß, und man ist mitten in der Einkaufstraße, ideal, um einzukaufen oder auch nur zu kucken. Aber diesmal war einfach zuviel "Kultur": Bei unserer Ankunft baute eine Latin-Band gerade ihr Equipment auf, Soundcheck für Schwerhörige, und dazu noch schlechte Musik. Parallel dazu brachte ein KüMo eine Ladung Steine, ein Bagger entlud alles auf die Mole, und ein Schaufellader verteilte die rollenden Steine auf diverse Haufen, bis 23.00 ging der Krach, dann war Ruhe. Bis morgens um 7.30, da gings dann weiter. Nee, das war nicht so nach unserem Geschmack. Also Hafenwechsel, an Segeln war nicht zu denken.
Der "Gamle Havn" in Fredericia |
Anke entdeckte in einer Straßenkarte (sic!) den "Gamle Havn" von Fredericia, der in keiner Seekarte und keinem Handbuch aufgeführt war. Wir liefen ein, und trauten unseren Augen nicht: Wunderschöner kleiner Hafen, relativ leer, mit einem Bistro schwimmend auf einem Ponton im Hafenbecken. Eine kleine Band spielte erstklassigen Blues in angenehmer Lautstärke, wir machten "Adonis" daneben fest und hatten gute Unterhaltung. Die Band wechselte ständig die Besetzung, alles fühlte sich sehr spontan an, wie eine Jamsession, gute Musiker, einfach Partystimmung. Um 18.00 war dann erst einmal Schluss, doch abends sammelten sich wieder Musiker und spielten spontan zunächst unplugged, später mit dezenter Verstärkung Weltmusik vom Feinsten! Ein einmalig schöner Abend!
Heute, am Sonntag, regnet es immer wieder, und der Wetterbericht sagt nichts Gutes voraus, angeblich soll noch Starkwind, Winddrehung von NO über NW nach S, Starkregen und Gewitter kommen, also nichts für uns, wir warten heute erst einmal ab. Aber bis jetzt (13.30) ist nichts von dem eingetroffen. Wir erobern Fredericia und machen uns einen schönen Tag.