Mittwoch, 30. Juli 2014

Rolling home....

....die Schlei hat uns wieder.!
Bei bestem Wetter (jaja, hatten wir schon!) haben wir Aerosköbing verlassen und Kurs auf die Schlei genommen.




 Noch weht ein guter Wind aus NW, das ist allerdings zunächst bis zur Spitze von Aerö gegenan. 1,5 Std. Motor, dann drehen wir ab in südliche Richtung und können gute 2 Stunden segeln.

Dieser wunderschöne "Oldtimer" begleitet uns von Aerosköbing bis zur NW-Spitze von Aerö. Als wir dann auch Segel setzen, fahren wir ihm einfach davon.


 Doch auch der Wind wird offensichtlich bei der Wärme schnell müde, um 14.30 schaltet er ab, die See wird glatt, kein Hauch mehr, wir laufen um 16.15 unter Motor in die Schlei.

Schön ist so´n Kaffee auf See!


Der Leuchtturm von Schleimünde hat seine Burka abgelegt und eine durchsichtige Seidenbluse angelegt. Bald wird die Renovierung abgeschlossen sein, dann wird das Seezeichen in neuem Glanz erstrahlen!


Schleimünde - unser erstes Ziel - ist natürlich proppenvoll, also geht es weiter zu Modersitzki in Maasholm. Wir spekulieren auf leckeres Dorschessen im Schleieck, Pustekuchen, Montag ist Ruhetag!




Vorsicht, ein Pfahl!!


Anke erkundet den Hafen mit dem Tender

 

 

























Also selbst kochen, was ja auch nicht so schlecht ist. Noch im Dunkeln sitzen wir draußen im Cockpit, schlürfen einen Ankunftssekt, um 23.00 betteln noch zwei Schwäne um etwas Brot. Okay, wir sind ja gar nicht so.
 Völlig ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück treten wir den letzten Teil der Reise an: Zunächst in eine schöne Ankerbucht in der Schlei mit Baden, Kaffeetrinken und Wasserpass-Putzen (Anke), erst gegen Abend legen wir in Arnis an, unser Segeltörn 2014 ist zuende.


Nun fehlt natürlich noch das Grillen bei Irmela in Missunde, aber da kommt die Nachricht: Die Brücke in Lindaunis  ist kaputt und kann nicht geöffnet werden. So müssen wir nach Missunde leider mit dem Auto fahren (wie ungewohnt), aber der Kartoffelsalat und die Grillerei gehören nun mal als Schlusspunkt für das Törnende dazu. Wir lassen es uns schmecken!!

Samstag, 26. Juli 2014

Ab in den Süden....


  ...von Dänemarks "Südsee"! Ja, wir sind der Heimat schon näher gekommen (man merkt´s am Wetter). In Lundeborg waren noch sommerliche Temperaturen, Badewetter und warme Abende draussen im Cockpit angesagt. Von dort sind wir bei ebenfalls wunderbarem Wetter nach Svendborg weitergesegelt. Zwar bekamen wir keinen Liegeplatz im Stadthafen mehr, dafür kamen wir in einem Hafen am Sund gut unter.

Treffen historischer Segelschiffe in Svendborg

Am Freitagabend wurde es erheblich kühler (wo ist bloß die lange Hose geblieben???), und später zogen Wolken auf, ein kleiner Schauer jagte uns unter Deck. Kuchenbude aufgebaut, nachts immer wieder leichte Schauer. 
Wir hatten uns für Samstag (26.7.) vorgenommen, nach Aerosköbing zu segeln das sind nur 12 sm, also ca. 2,5 Stunden. Weil es dort immer sehr voll ist, sind wir mitten in der Nacht (7.30 !!) aufgestanden, Leinen los um 9.00, rekordverdächtig! Es wurde leider ein Motortörn, es regnete zwischendurch, und es zogen einige Gewitter durch. Aber ein guter Liegeplatz in Aeroköbing war der Lohn all unserer Mühen.

Ein toller Oldtimer stand in Aerosköbing (Typ?)

Ein etwas verfrühter Weihnachtsmarkt von Kindern in Aerosköbing litt ebenfalls unter der Wetterbedingungen...

In diesem urigen Kaufmannsladen haben wir ein Gewitter abgewartet, jawoll, mit einem kühlen dänischen Bier auf dem Sofa.

Von hier aus planen wir die Überfahrt zur heimatlichen Schlei, müssen aber noch mit dem Wetter und dem Wind verhandeln, welchen Weg wir fahren. Da wir noch Zeit haben, kommt noch kein Stress auf, und wir machen es uns hier erst einmal gemütlich. Und das Wetter wird auch wieder!!

Mittwoch, 23. Juli 2014

Laaangsam gen Süden....

....geht es weiter. Von Kerteminde sind wir nach Nyborg gesegelt (wieder einmal bei bis zu 2 Kn Strom gegenan), unter der Großen-Belt-Brücke hindurch, immer wieder ein Adrenalin-Schub.


`Ran an den Wind, und schon kommt "Adonis" in Fahrt

Nyborg Stadthafen

Nyborg haben wir bei schönem Wetter bei einem ausgedehnten Spaziergang erwandert, trotz tropischer Temperaturen ein nettes Erlebnis. Dabei haben wir dann (jeder für sich) auch neue Leute kennengelernt:

Ankes neuer Bodyguard (in Boxershorts)

Die Damen liegen hier nur so ´rum


In den Wallanlagen des Nyborger Schlosses wurde gerade das Musical "My Fair Lady" aufgeführt. Das hatte natürlich nichts mit der nackten Frau aus Stein zu tun, in die ich mich prompt verschossen hatte. Und so eine Kanone war sie ja nun auch wieder nicht.....!

Die Frau von der Fähre, oder My Fair Lady (heißt das doch) ??


Beweisfoto, dass ich an jedem Auslandseinsatz teilnehmen würde..!

Von Nyborg ging es wieder nur einen kleinen Schritt weiter, es war einfach zu wenig Wind. Also liefen wir heute den Ferienhafen Lundeborg an, über das Wetter reden wir nicht mehr, wir haben es!!!

Kurz vor dem Einlaufen in Lunderborg

So, da liegen wir!

Jaja, wir können es ganz schön gut haben. Aber wenn Engel reisen......!


Montag, 21. Juli 2014

Wir sind wieder drin...

...im Hafen von Kerteminde. Samsö haben wir verlassen, ohne Ankerausflug nach Langör, da ist es einfach zu voll, und wir hatten unbeständige Winde. Nachdem wir im Vorjahr dort vor  Anker mitten in der Nacht abgetrieben waren, sind wir (über-)vorsichtig geworden.

Wir passieren den Leuchtturm...

Vesborg Fyr...

!

..an der Südwestspitze von Samsö.

Bei gutem NO-Wind starten wir, kommen trotz Gegenstrom von 1,5 bis 2 Kn gut voran, und dann, ja, dann war nach Passieren des Windparks südlich v. Samsö plötzlich Schluss mit dem schönen Wind - Flaute!- Kann ja passieren, also Motor an und weiter. Der Wind kam nach einer Dreiviertelstunde zurück, allerdings aus SO, also gegenan, und brieste auf bis fast 6 Bft. Das war mit der großen Genua nicht mehr schön zu segeln, also Genua eingerollt und weiter mit Großsegel plus Maschine, etwas nervig, erst in der Kerteminde-Bucht konnten wir den Diesel wieder abstellen. In Kerteminde angekommen, gab es erst einmal wieder Arbeit:

Schiff aufklaren...

...erwartungsvoller Blick in den Maschinenraum......,

...Signal wird verstanden, Bier kommt....

...ein guter Zug von mir....

...und die Welt ist wieder in Ordnung!!-

Ja, in Kerteminde machen wir wieder einmal einen Versorgungstag, relaxen, baden, ein ausgiebiger Stadtbummel mit Softeis und anschließender Kaffee- und Kuchenparty an Bord. Langweilig?- Von wegen! Aber auch das echte Faulenzen will gelernt sein. Insofern machen wir "Bildungsurlaub"!

Freitag, 18. Juli 2014

Ein Hoch auf diesen Sommer...

..., so kann es weitergehen!! Wir sind jetzt den 3. Tag in Marup, baden 2-3 mal am Tag, herrliches Wetter, allerdings - wie das bei einer solchen Wetterlage ist - haben wir wenig Wind. Beim Wandern über die Hügel und beim Steine-Sammeln am Ufer kommt man ganz schön ins Schwitzen. Aber dann geht man wieder an Bord, löffelt dänische Erdbeeren mit Milch, anschließend ein Mittagsschläfchen (machen wir sonst nie!), dann wieder Baden, Relaxen, die Seele baumeln lassen.

Anke bei der Woll-Ernte


Blick von Samsö ´rüber nach Tunö


Marup Havn

 Heute nachmittag hat der Wind ein wenig aufgefrischt, morgen sollen wir Ost 3-4 bekommen, die Zeichen stehen also auf Aufbruch. Wir wollen in der Bucht von Langör ankern, ein herrliches Plätzchen, dazu müssen wir erst einmal um die Nordspitze segeln. Es kann sein, dass wir uns im Blog einige Tage nicht melden werden, die Hotspots in Ankerbuchten sind sehr selten. Aber wenn wir wieder ein Netz finden, werden wir Euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Euch allen danke für die netten Kommentare, bleibt dran, wir melden uns bald wieder!
Herzliche Grüße von Bord von "Adonis" 

Anke & Christoph

Wieder einmal "steinreich", man sieht es 


Donnerstag, 17. Juli 2014

Pakete in Tunö....



 ...sind allemal stressig. So voll haben wir Tunö noch nicht erlebt. Dabei hatten wir gehofft, noch vor dem Heranrollen der norddeutschen Urlauberwelle einen einigermaßen aufgeräumten Hafen vorzufinden. War wohl nix:

Tunö ist hackevoll !!


  


In dieser Enge, noch dazu bei viel Wind, anzulegen, ist schon schwierig genug. Nach einem etwas misslungenen Versuch haben wir uns dann als 4. Schiff in ein einigermaßen stabiles Paket gerettet und trauten uns sogar, das Schiff zu verlassen, um einmal um den Hafen herum zu laufen.


Okay, wir hatten eine einigermaßen ruhige Nacht. Um 5.30 morgens begann dann eine Reihe von Schiffen auszulaufen, u.a. eine HR 40 direkt neben uns. Wir blieben ruhig, legten uns noch einmal in die Koje, standen - für unsere Verhältnisse sehr früh - auf, und beschlossen, die 3 sm rüber nach Marup/Samsö für ein entspanntes Frühstück anzutreten. Gut so! An unserem Lieblingsplatz machten wir fest, die Welt war wieder in Ordnung. Relaxen, Baden, Erdbeeren Futtern, ein schöner, fauler Sommertag in angenehmster Umgebung nahm seinen Lauf.









Abends ein gemeinsames Grillen mit Leuten aus unserem Segelverein direkt am Strand von Marup war dann die Krönung.Was haben wir nur für ein schönes Leben!!




Ja, so sind die Dänen


Montag, 14. Juli 2014

Schlemmer kommt´s nemmer...


 ...oder: Wir segeln nach Speisekarte (statt nach Seekarte). Fredericia haben wir bei diesigem Wetter mit Schauerböen und teilweise schlechter Sicht verlassen, wir wollten mal wieder einen anderen Hafen anlaufen. Aber es war schon ein kleiner Angang, in Ölzeug abzulegen, ohne dass wir uns eigentlich getrieben fühlten. Draussen auf See war es dann doch ganz easy, nur kurz vor Juelsminde (am Ausgang des Veijefjord) zog eine Schauerböe über uns weg, man konnte kaum die Küste sehen, an der wir noch eben entlang gefahren waren. Unser kleines Netbook mit dem Navigationsprogramm half uns dabei, den Weg über das Flach bei der Ansteuerung von Juelsminde zu finden.
Hier fahren wir schon in den letzten Jahren immer wieder gerne her: Der Fischladen auf der Hafenmole ist allemal einen Besuch wert, aber seht doch einfach selbst, oder noch besser: Fahrt doch einmal selbst nach Juelsminde! 


Alles Fisch!!!


Anretning a la Anke


Schmerzhafte Früchte?- Au-Tomaten !!

Teuerster Fisch? - E- Hering !!

 

Sonntag, 13. Juli 2014

Rolling Stones


Manchmal liegt man im Hafen am Kulturzentrum ja ganz gut, nur 100 m zu Fuß, und man ist mitten in der Einkaufstraße, ideal, um einzukaufen oder auch nur zu kucken. Aber diesmal war einfach zuviel "Kultur": Bei unserer Ankunft baute eine Latin-Band gerade ihr Equipment auf, Soundcheck für Schwerhörige, und dazu noch schlechte Musik. Parallel dazu brachte ein KüMo eine Ladung Steine, ein Bagger entlud alles auf die Mole, und ein Schaufellader verteilte die rollenden Steine auf diverse Haufen, bis 23.00 ging der Krach, dann war Ruhe. Bis morgens um 7.30, da gings dann weiter. Nee, das war nicht so nach unserem Geschmack. Also Hafenwechsel, an Segeln war nicht zu denken.

Der "Gamle Havn" in Fredericia


 Anke entdeckte in einer Straßenkarte (sic!) den "Gamle Havn" von Fredericia, der in keiner Seekarte und keinem Handbuch aufgeführt war. Wir liefen ein, und trauten unseren Augen nicht: Wunderschöner kleiner Hafen, relativ leer, mit einem Bistro schwimmend auf einem Ponton im Hafenbecken. Eine kleine Band spielte erstklassigen Blues in angenehmer Lautstärke, wir machten "Adonis" daneben fest und hatten gute Unterhaltung. Die Band wechselte ständig die Besetzung, alles fühlte sich sehr spontan an, wie eine Jamsession, gute Musiker, einfach Partystimmung. Um 18.00 war dann erst einmal Schluss, doch abends sammelten sich wieder Musiker und spielten spontan zunächst unplugged, später mit dezenter Verstärkung Weltmusik vom Feinsten! Ein einmalig schöner Abend!





Heute, am Sonntag, regnet es immer wieder, und der Wetterbericht sagt nichts Gutes voraus, angeblich soll noch Starkwind, Winddrehung von NO über NW nach S, Starkregen und Gewitter kommen, also nichts für uns, wir warten heute erst einmal ab. Aber bis jetzt (13.30) ist nichts von dem eingetroffen. Wir erobern Fredericia und machen uns einen schönen Tag. 

Freitag, 11. Juli 2014

Wenn der große Belt zu doll bellt....


...segeln wir eben durch den kleinen Belt, der bellt nicht so sehr. Aber deshalb sind wir noch lange nicht auf den Hund gekommen: Weitere zwei schöne Segelschläge haben wir hinter uns. Von Lyö ging es am 10.7. bei zunächst ziemlich schwachem Wind gen Norden, doch nach ca. einer Stunde brieste es auf bis 5 Bft. aus NO, wir erreichten nach 3 Std. den Hafen von Assens/Fünen. Der Stadthafen dort ist nichts besonderes, aber wir mussten dringend einkaufen, und da sieht es manchmal in den kleinen Pütscherhäfen nicht so gut aus.

Adonis hat wieder genug Proviant, heute segelten  wir bei etwas böigem N - NO schön schnell nach Middelfart, wir liegen im Hafen am Kulturzentrum (bei lauter Musik, irgendwie lateinamerikanisch, aber ziemlich schlecht) dicht bei der Stadt, denn der von uns favorisierte Kongebro-Hafen war leider schon mittags um 14.00 brechend voll. Ganz nebenbei bemerkt: Das Wetter ist erstklassig, warm, sonnig, Karibik-Feeling!


Einfahrt in den Middelfart-Sund mit der Eisenbahnbrücke vom Festland nach Fünen

 Für Übermorgen hoffen wir auf ein Ende des NO- Windes, er soll auf westliche Richtungen gehen, so können wir weiter ins Kattegat segeln. Den langen Weg rund Seeland haben wir einstweilen gecancelt, also geht es erst einmal gen Juelsminde, Endelave und Samsö, dann entscheiden wir neu. Drei Wochen haben wir noch, da kann man noch viele Pläne über den Haufen werfen! Machen wir!  Versprochen !!-

 

Die Eisenbahnbrücke und dahinter die Autobahnbrücke